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Insolvenzverwaltung und Unternehmenssanierung

Wir führen kleinere und mittlere Unternehmen erfolgreich aus der Krise. Sanierungs- und Insolvenzberatung erhalten Sie von den erfahrenen Insolvenzverwaltern, den Rechtsanwälten Zimmermann und Manke.

Weitere Informationen

Fachgebiete, Tätigkeits- und Interessenschwerpunkte

„Ein Schwerpunkt der Kanzlei liegt in der Beratung und Vertretung mittelständischer Unternehmen und Betriebe, Freiberuflern und Privatpersonen auf den Gebieten des Zivil- und Wirtschaftsrechts. Unsere Anwälte sind auf Fachgebiete spezialisiert. Die Qualifikation wird durch Fachanwaltstitel hinterlegt. Die Spezialisten arbeiten dort, wo es erforderlich ist im Team. Dadurch werden die Fragen und Probleme unserer Mandanten deutlich intensiver und umfassender gelöst.“

Johannes Zimmermann

Fachanwalt und Insolvenzverwalter

Weitere Fachgebiete

  • Agrarrecht
  • Arzt- und Patientenrecht
  • Banken- und Kreditrecht
  • EDV-/IT-Recht
  • Gewerblicher Rechtsschutz
  • Grundstücks- und Nachbarrecht
  • Miet- und Pachtrecht
  • Strafrecht und Ordnungswidrigkeiten
  • Wohnungseigentumsrecht (WEG-Recht)

Insolvenzberatung

  • Unternehmenssanierung
  • Insolvenzberatung
  • Steuerrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten

Tätigkeitsschwerpunkt Unternehmens- und Wirtschaftsrecht sowie Insolvenzverwaltung

  • Unternehmensgründung
  • Unternehmenskauf und -verkauf (M&A)
  • Unternehmensfinanzierung
  • Unternehmensführung
  • Unternehmensumstrukturierung
  • Aufnahme neuer Gesellschafter und Kapitalerhöhung
  • Unternehmensnachfolge
  • Beratung zur Vermeidung strafrechtlicher Haftungsrisiken („Compliance“)
  • Vertretung gegenüber Finanzbehörden und Staatsanwaltschaft
  • Verteidigung in Straf- und Bußgeldsachen (Owi-Verfahren)
  • Verteidigung im Ermittlungsverfahren und in der Hauptverhandlung
  • Vertretung in nachgelagerten Verfahren gegenüber Staatsanwaltschaft oder Verwaltungsbehörden
Die Kanzlei ist seit ca. 40 Jahren auf  Insolvenzrecht spezialisiert. Die Insolvenzverwalter werden unterstützt durch ein Team spezialisierter Fachanwälte und qualifizierter langjähriger Insolvenz-Fachkräfte. In unserer Kanzlei arbeiten Fachanwälte für Insolvenzrecht, Arbeitsrecht, Agrarrecht, Baurecht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, usw. eng mit dem Insolvenzverwalter zusammen. Dieses Fachwissen und ein gesundes kaufmännisches Verständnis sind erforderlich, um die teilweise komplexen Probleme eines Insolvenz- oder Sanierungsverfahrens zu lösen.

Wir betrachten ein Insolvenzverfahren nicht nur als Abwicklungstätigkeit sondern auch als Chance für eine Sanierung. Ob mit Hilfe eines Insolvenzplanes oder im Weg einer übertragenden Sanierung hängt von den Umständen des Falls ab. Ein Insolvenz- bzw ein Sanierungsverfahren ist ein dynamischer Prozess, der von dem Verwalter, bzw. dem Berater ständige Aufmerksamkeit und Flexibilität verlangt.

In der Sanierungsberatung betreuen wir Geschäftsführer, Gesellschafter und Gläubiger aber auch Steuerberater und Unternehmensberater.

Aus unseren Fachgebieten

Beiträge zu verschiedenen Rechtsfragen

Namensänderung des gemeinsamen Kindes – Gericht kann die Einwilligung ersetzen

Soll eine Namensänderung des gemeinsamen Kindes geschiedener Eltern erfolgen, so ist grundsätzlich die Einwilligung beider Elternteile erforderlich. Das OLG Frankfurt hat die Entscheidung des BGH mit seinem Beschluss vom 18.12.2019 zu dem Aktenzeichen 1 UF 104/19 jedoch anders beurteilt und geht nun davon aus, dass das Gericht die Einwilligung ersetzen kann, sofern die sogenannte Umbenennung „erforderlich“ ist. Nicht hingegen erforderlich für die Umbenennung bzw. die Ersetzung der Einwilligung, ist nach Auffassung des OLG Frankfurt a. M. eine Kindeswohlgefährdung. Der Entscheidung lag folgender Sachverhalt zugrunde:Aus der geschiedenen Ehe der am Verfahren Beteiligten ging eine gemeinsame...

Externe Teilung von Betriebsrenten nicht verfassungswidrig

Im Rahmen eines Scheidungsverfahrens wird, soweit die Eheleute keine anderweitige Vereinbarung treffen, von Amts wegen auch über die Aufteilung der Rentenanwartschaften zwischen den Eheleuten entschieden. Es handelt sich hierbei um den sog. Versorgungsausgleich. Durch diesen soll es zu einer gleichmäßigen Verteilung der während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften kommen, um so eine ungleiche Verteilung aufgrund von ungleicher Erwerbstätigkeit auszugleichen. In der Regel wird im Rahmen des Versorgungsausgleichsverfahrens eine sog. interne Teilung vorgenommen. D. h., dass die Anrechte bei demselben Versorgungsträger intern ausgeglichen werden. Gemäß § 17 VersAusglG gilt dies nicht für...

Wann entfällt der Unterhaltsanspruch volljähriger Kinder?

Grundsätzlich haben volljährige Kinder Anspruch auf Unterhalt gegenüber ihren Eltern, wenn sie bedürftig sind. Zwar ist der Volljährige rechtlich selbstständig. Wenn er jedoch noch die Schule besucht, sich in der Ausbildung oder im Studium befindet, hat er einen Unterhaltsanspruch. In meiner familienrechtlichen Tätigkeit werde ich wiederholt mit dem Problem konfrontiert, dass Eltern der Meinung sind, sie müssten bis zum 25. Lebensjahr Unterhalt zahlen oder ein volljähriges Kind habe Anspruch darauf, sich eine „Auszeit“ zu gönnen oder die Eltern müssten „Work and Travel“ in Australien finanzieren. Das ist nicht der Fall. Ein Volljähriger, der sich nicht in einer Ausbildung befindet, muss...

Klarstellungen des BAG bei der Kündigung eines schwerbehinderten Menschen

Gemäß § 178 Abs. 2 Satz 3 SGB IX (§ 95 Abs. 2 Satz 3 SGB IX a.F.) ist die Kündigung eines schwerbehinderten Menschen bzw. die eines diesem Gleichgestellten formell unwirksam, wenn der Arbeitgeber die Schwerbehindertenvertretung nicht beteiligt. Die Voraussetzungen einer solchen wirksamen Beteiligung werden seit dem Inkraft-treten der gesetzlichen Regelung am 30.12.2016 äußerst kontrovers diskutiert. Mit seiner Entscheidung vom 13.12.2018 (2 AZR 378/18) hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) unter diversen Gesichtspunkten für Klarstellung gesorgt, die auch die seit dem 01.01.2018 geltende Fassung des Gesetzes erfasst. Von der Unwirksamkeitsanordnung des § 178 Abs. 2 Satz 3 SGB IX sind sämtliche...

Höchste Aufmerksamkeit bei Ablehnung der Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit

Anlass, auf die Notwendigkeit einer qualifizierten Auseinandersetzung mit einem Antrag auf Teilzeitbeschäftigung während der Elternzeit hinzuweisen, gibt ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 11.12.2018 (9 AZR 298/18). Das Gericht hat in dieser Entscheidung zweifelsfrei ausgeführt, dass der Arbeitgeber innerhalb der 4-Wochen-Frist die dringenden betrieblichen Gründe, auf deren Grundlage er die von der Arbeitnehmerin begehrte Teilzeitbeschäftigung in der Elternzeit ablehnen will, detailliert darzustellen hat. Die von ihm erwartete frühzeitige Darstellung dient unter anderem dazu, der Arbeitnehmerin die Chancen einer streitigen Durchsetzung des Verringerungsanspruchs prüfbar vor Augen zu...

Urlaubsabgeltung zu Gunsten der Erben

Im Falle des Ablebens eines Mitarbeiters wird der Arbeitgeber künftig entscheiden müssen, ob er auf die Erben zugeht oder die Geltendmachung des Abgeltungsanspruches abwartet. Hierbei ist zu beachten, dass der Abgeltungsanspruch sowohl den gesetzlichen Verjährungsfristen, als auch eventuellen arbeitsvertraglichen oder tarifvertraglichen Ausschlussfristen unterliegt. Der Urlaubsanspruch eines Arbeitnehmers wandelt sich im Falle seines Ablebens in einen Urlaubsanspruch zu Gunsten der Erben um. Das Bundesarbeitsgericht hat sich nunmehr der Rechtsauffassung des EUGH angeschlossen (Urt. v. 22.01.2019 – 9 AZR 45/16). Bei dem Tod eines Arbeitnehmers wandelt sich der noch nicht in Natura genommene...

Digitaler Nachlass – Nach wie vor Regelungsbedarf

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 12.07.2018 – III ZR 183/17 den Betreiber eines Sozial-Media-Accounts (Facebook) verurteilt, den Erben einer verstorbenen Nutzerin Zugang zu deren vollständigem Benutzerkonto und den vorgehaltenen Kommunikationsinhalten zu gewähren. Dieser Anspruch ist nach Auffassung des Kammergerichts Berlin (Beschluss vom 03.12.2019 AZ: 21 W 11/19) dadurch erfüllt, dass den Erben ein USB-Stick übermittelt wird, auf dem die im Account vorhandenen Kommunikationsinhalte gespeichert und abrufbar sind. Ein darüber hinaus wie auch immer ausgestaltetes „Agieren“ im Account muss nicht gestattet werden. Das Kammergericht hat hiergegen die Rechtsbeschwerde nach § 574 ZPO...

Das Supervermächtnis im gemeinschaftlichen Ehegattentestament

Das sogenannte Berliner Testament, mit welchem sich Ehegatten regelmäßig zu Alleinerben und die gemeinsamen Kinder als Schlusserben nach dem Tod des Zweitversterbenden bestimmen, hat je nach Einzelfall sowohl steuerliche als auch erbrechtliche Defizite. Da der überlebende Ehegatte als Alleinerbe des Erstversterbenden eingesetzt wird, werden die Kinder für diesen Erbfall enterbt und die persönlichen Freibeträge des § 16 ErbStG entfallen. Nach dem ersten Erbfall sammelt sich das gesamte Vermögen beider Ehegatten beim Überlebenden und der steuerliche Erwerb der Schlusserben ist deutlich größer und führt insbesondere bei größerem Vermögen zu einem höheren Steuersatz. Starre Regelungen, wonach...

Finger weg von „Schwarzarbeit“!

Voranstehender Appell mag banal klingen, zumal das Landgericht (LG) Flensburg in seinem Urteil vom 29.05.2020 (Az.: 2 S 5/19) zunächst nur noch einmal deutlich machte, welche (natürlich unerwünschten) Folgen eine "Schwarzgeldabrede" im Ergebnis haben kann: Der vermeintlich geschlossene Werk- oder Bauvertrag ist von Anfang an nichtig (s. § 134 BGB i. V. M. dem SchwarzArbG) - das ist nicht neu (und wenn für Sie doch, dann rufen Sie uns lieber heute als morgen an... ;)). Nur konsequent hat keine der Parteien irgendwelche vertraglichen Ansprüche. Der Auftragnehmer keinen auf Werklohn oder Abschläge, der Auftraggeber keine Erfüllungs- oder später Gewährleistungsansprüche, etwaige...

Gemeinsame elterliche Sorge: Anspruch eines Elternteils auf Herausgabe des Kinderreisepasses

Der 12. Zivilsenat des BGH hat mit Beschluss vom 27.03.2019 klargestellt, dass der personensorgeberechtigte Elternteil, wie auch der umgangsberechtigte Elternteil grundsätzlich einen Anspruch auf Herausgabe des Kinderreisepasses haben. Der BGH schränkte diesen Herausgabeanspruch jedoch in zweierlei Hinsicht ein. Zum einen besteht der Herausgabeanspruch nur insoweit, als der berechtigte Elternteil für die Ausübung seines Rechtes den Kinderreisepass benötigt. Zum anderen besteht kein Herausgabeanspruch, sofern die berechtigte Besorgnis besteht, dass der die Herausgabe begehrende Elternteil mit Hilfe des Kinderreisepasses seine elterlichen Befugnisse überschreiten will. Eine Überschreitung...

Feststellung der Testierfähigkeit des Erblassers

Die Frage der Testierfähigkeit, d. h. ob der oder die Erblasser (in) ein Testament rechts-wirksam errichten konnte, ist regelmäßig Gegenstand von Erbstreitigkeiten. Ein Testament ist nur gültig, wenn es unbeeinflusst vom Willen Dritter entstanden ist und der Verfasser testierfähig war. Nach § 2229 BGB besteht Testierfähigkeit bei allen geistig gesunden Personen, die ihr 16. Lebensjahr vollendet haben. Die Person muss die Tragweite und Konsequenz ihrer Entscheidungen einschätzen und erkennen können. Betreute Personen können testierfähig sein und dürfen ihren letzten Willen ohne Zustimmung des Betreuers verfassen. Psychische Erkrankungen wie Demenz können zu einer Testierunfähigkeit führen....

Mangelhafte Wildschadensvorbescheide wegen formeller Fehler

Erhalten Sie einen Wildschadensvorbescheid von der zuständigen Behörde, lohnt sich ein Blick auf die Einhaltung der Verfahrensvorschriften. Liegt ein formeller Verstoß vor, ist der Vorbescheid aufzuheben. Eine Klage wäre dann nicht von Erfolg gekrönt. Zuletzt hat sich das Landgericht Lüneburg (Urteil vom 25.02.2019, Az: 4 S 9/18) mit der Frage auseinandergesetzt, inwieweit ein Vorverfahren in Wild- und Jagdschadenssachen auf seine formelle Rechtmäßigkeit hin zu überprüfen ist. Zwar ist grundsätzlich nach § 8 Abs.1 S. 3 der Verordnung über das Vorverfahren in Wild- und Jagdschadenssachen Niedersachsen eine solche Prüfung nicht vorzunehmen. Allerdings könne dieses gesetzlich vorgesehene...

Keine stillschweigende Verlängerung eines Landpachtvertrages durch Weiterbewirtschaftung

Macht nach dem Ablauf der Pachtzeit eines Landpachtvertrages der Verpächter keinen Räumungsanspruch geltend und wirtschaftet der Pächter in Hoffnung auf eine Fortsetzung des Pachtvertrages einfach weiter, herrscht ein vertragloser Zustand. Der Pächter wirtschaftet dann auf eigenes Risiko. Entzieht der Verpächter dem Pächter schließlich den Besitz der noch von dem Pächter bewirtschafteten Flächen, besteht ein Schadensersatzanspruch des Pächters wegen nicht gezogener Nutzungen nicht. Dies gilt aufgrund der Vorschrift des § 594 S. 2 BGB, die sich häufig modifiziert in Pachtverträgen wiederfindet. Eine automatische Vertragsverlängerung auf unbestimmte Zeit erfolgt nach der gesetzlichen...

Urlaubsverfall nur nach konkreten Hinweisen des Arbeitgebers

Aufgrund einer weiteren Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vom 06.11.2018 (EUGH, ECLI:EU:C:2018:874 – Shimizu) hat das Bundesarbeitsgericht im Jahr 2019 wichtige Entscheidungen getroffen, die zu erheblichen Kapitalisierungsrisiken für Arbeitgeber führen. Der EuGH hat in seinem Urteil geklärt, dass ein Arbeitnehmer seine erworbenen Ansprüche auf bezahlten Jahresurlaub nicht automatisch nur deswegen verliert, weil er keinen Urlaub beantragt hat. Vielmehr müsse der Arbeitgeber dafür sorgen, dass der Arbeitnehmer in der Lage sei, den bezahlten Jahresurlaub zu nehmen und ihn hierzu unter Hinweis auf die Tatsache auffordern, dass der Urlaub ansonsten am Ende des Bezugs- bzw....

Entschädigungsanspruch des Unternehmers bei unterlassener Mitwirkung des Bestellers während der Corona-Pandemie

Im Einzelfall kann der (Bau-)Unternehmer auf die Mitwirkung des Bestellers angewiesen sein, soll das Werk wie vertraglich vereinbart ausgeführt werden. Unterlässt der Besteller die erforderliche Mitwirkung und gerät dadurch in Annahmeverzug, kann der Unternehmer von ihm eine angemessene Entschädigung verlangen (s. § 642 Abs. 1 BGB). In der Praxis stellt sich in derartigen Fällen die Frage, wann genau eine Entschädigung „angemessen“ ist. Damit hatte sich zuletzt der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 30.01.2020 (Az.: VII ZR 33/19) zu befassen.In aller Kürze zusammengefasst dargestellt, erfordert diese Vorschrift – so der BGH – „eine Abwägungsentscheidung des Tatrichters auf der...

Urlaubsabgeltung für Elternzeit – Eine unterschätzte Gefahr II

Wir haben bereits in unserem Homepageartikel aus September 2016 auf die Gefahr einer Urlaubsabgeltung für in der Elternzeit angefallenen Urlaub hingewiesen. Eine weitere Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 19.03.2019 (9 AZR 495/17) sowie entsetzte Anfragen von Mandanten in der jüngsten Vergangenheit veranlassen uns, dieses Thema nochmals aufzugreifen. Viele Arbeitgeber sind sich nicht darüber im Klaren, dass das Arbeitsverhältnis während der Elternzeit nur ruht. Daher fällt in der Elternzeit Urlaub an. Wirtschaftlich tragisch kann daher der Fall werden, dass der/die Arbeitnehmer/in aus der Elternzeit zurückkehrt, das Arbeitsverhältnis kündigt und Urlaubsabgeltung für eine...

Umgangsrecht und Kindeswille

Oftmals wird in Umgangsrechtstreitigkeiten durch einen Elternteil vorgebracht, dass das Kind den anderen Elternteil nicht sehen möchte und keinen Umgang mit ihm möchte. Ob diese Ablehnung durch das Kind vorgetäuscht ist oder ob es tatsächlich der Wille des Kindes ist, nicht mit dem anderen Elternteil den Umgang zu pflegen, muss vom Gericht ergründet werden. Hier gilt jedoch auch wenn das Kind den Umgang mit dem anderen Elternteil ablehnt, führt dies nicht zwangsläufig zu einer Versagung des Umgangsrechts. Jedoch darf der Kindeswille nicht einfach unbeachtet bleiben, da dies Auswirkungen auf die geistige Gesundheit des Kindes haben könnte. Um Gründe für die Ablehnung im Einzelfall genau zu...

Beschäftigungsfalle bei Fortbeschäftigung eines Auszubildenden nach Ausbildungsende

Eine nunmehr veröffentlichte Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) gibt Anlass bei Arbeitgebern mal wieder ein Risikobewusstsein darüber zu wecken, dass eine ungeregelte Beschäftigung eines Auszubildenden nach bekannt gewordenem Prüfungsabschluss erhebliche Konsequenzen haben kann. In dem zu entscheidenden Fall beendete der Auszubildende – wie in der Praxis häufig – seine Ausbildung vorzeitig durch erfolgreich bestandene Prüfung. Die Parteien beabsichtigten eine befristete Anschlussbeschäftigung ohne Sachgrund. Sie schlossen den zwingend erforderlichen schriftlichen befristeten Arbeitsvertrag jedoch erst zum ursprünglich vorgesehenen Ausbildungsende. Bis dahin wurde der...

Musizieren in der Nachbarschaft

Wer in einer großen Nachbarschaft wohnt, kennt es, wenn am Nachmittag die zur musikalischen Ertüchtigung gehaltenen Kinder auf ihren Instrumenten klimpern. Nicht so schlimm, wenn das jeweilige Instrument denn auch perfekt beherrscht wird. Aber wie lange muss man sich Musizieren am Stück gefallen lassen? Grundlage des BGH-Urteils vom 26.10.2018 Az. V ZR 143/17 war ein Trompete spielender Berufsmusiker, der ein Reihenhaus bewohnte. Nach eigenen Angaben übte dieser jeweils 180 Minuten an zwei Wochentagen. Die Nachbarn fühlten sich gestört und verlangten ein Ende.Nachdem das Amtsgericht den klagenden Nachbarn noch Recht gab dem Musiker einen strengen Musizierplan auf der auf max. 10 Stunden...

Anordnung einer Betreuung trotz Vorsorgevollmacht

Das Landgericht Meiningen hat in seinem Beschluss vom 05.03.2018, Az.: (17) 4 T31/18 und (18) 4 T 32/18 klargestellt, dass die Anordnung einer Betreuung trotz Vorsorgevollmacht erforderlich ist, sofern ein Vorsorgebevollmächtigter durch eigenmächtiges Verhalten eines Dritten nicht in der Lage ist, zum Wohle des Betroffenen zu handeln. Als Betreuer ist in diesem Fall ein unbeteiligter Dritter zu bestellen.Geklagt hatte die vorsorgebevollmächtigte Tochter deren Vater bereits zum zweiten Mal verheiratet war. Die Ehefrau des Betreuten kämpfte laut eigenen Angaben seit 2015 über das Recht zur Betreuung ihres Mannes. Sie habe seit 2015 ihre berufliche Tätigkeit aufgegeben und unternehme seither...

Arbeitsrecht

Urlaubsabgeltung zu Gunsten der Erben

Im Falle des Ablebens eines Mitarbeiters wird der Arbeitgeber künftig entscheiden müssen, ob er auf die Erben zugeht oder die Geltendmachung des Abgeltungsanspruches abwartet. Hierbei ist zu beachten, dass der Abgeltungsanspruch sowohl den gesetzlichen...

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Baurecht

Finger weg von „Schwarzarbeit“!

Ist ein Bauvertrag wegen eines Verstoßes gegen ein Verbotsgesetz nichtig, führt das nicht nur zu den üblichen „Nebenwirkungen“, sondern schlägt sich das z. B. auf ein auf Grundlage des Vertrages abgegebenes Schuldanerkenntnis durch. Das Gericht kann „Schwarzarbeit“ auch von Amts wegen berücksichtigen.

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Erbrecht

Familienrecht

Mietrecht und Pachtrecht

Musizieren in der Nachbarschaft

Wer in einer großen Nachbarschaft wohnt, kennt es, wenn am Nachmittag die zur musikalischen Ertüchtigung gehaltenen Kinder auf ihren Instrumenten klimpern. Nicht so schlimm, wenn das jeweilige Instrument denn auch perfekt beherrscht wird. Aber wie lange muss man sich...

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Steuerrecht

Vererbung eines landwirtschaftlichen Betriebs an mehrere Erben

Mit seiner Entscheidung vom 16.11.2017 hat der BFH im Landwirtschaftsrecht den Gedanken aufgegriffen, dass die Aufteilung von Höfen harte steuerliche Konsequenzen haben kann. Die Übertragung des Hofes auf einen von mehreren Erben mit Abfindungsregelungen für die weiteren, möglicherweise gleichberechtigten Erben (Kinder), wäre hierauf nicht immer die zielführende Antwort.

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Johannes Zimmermann

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Nikolai Manke

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Dr. jur. Christian Behrens LL.M.

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Sibylle Wierling

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  • Fachanwältin für Familienrecht

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Anisha von Auenmüller

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Sarah Behnke

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